best of – park avenue

mit der sonntagszeitung kam diese woche ein „best of“ des „personality-magazins“ park avenue auf mich. die besten geschichten (seit wann eigentlich?) sollen motivieren, sich das magazin öfter mal zu kaufen.

das hochglanzprodukt enthält u.a. reportagen über gloria von thurn und taxis, abramovich (das ist der mit dem fc chelsea), sabine christiansen und den „tragischen tod“ prinz kiko von hohenlohes.

prinz kikos tod ist ein trauerspiel. der arme prinz ist aufgrund des schlimmen schicksals seiner vorfahren liechtensteiner staatsbürger. dass er deshalb statt eines 14- nur ein 30-tages-visum bekam, wurde ihm, so der artikel, zum verhängnis. die vorfahren sind also schuld. daran, dass der gute sein visum aber mit kuli um ein ganzes jahr verlängert hatte – das erfahren wir ebenfalls im artikel – hätten auch die vorfahren nichts mehr ändern können. danke, park avenue!

herr abramovich dagegen hat park avenue vor allem mit lustigen photos aus seinem leben versorgt. ach wie war es doch lustig in russland und so weiter. bei einer party bläst abramovich eine klarinette. park avenue klärt die leser in der bildunterschrift auf, dass abramovich nicht nur mit der flöte, sondern auch mit aladins wunderlampe umzugehen wisse. wieder was gelernt. danke, park avenue!

sabine christiansen kann einem leid tun. die reportage vermittelt glaubwürdig, dass hier ein workaholic zu gange ist, der sich selbst zugrunde zu richten im stande ist. ja, denkt der leser, und jetzt haben sie ihr auch noch ihre sendung weggenommen. park avenue denkt soweit voraus noch nicht, sondern philosophiert lieber über das kommende internationale allianz-finanzierte engagement bei cnbc. was ist daraus eigentlich geworden? so lobe ich mir ein best of. danke, park avenue!

das schönste schmankerl bereitet aber herr von schönburg, der sich in einem beitrag seiner schwester, gloria von thurn und taxis widmet. der beitrag strotzt dermassen vor unkritisch-kleinbrüderlicher bewunderung und ergebenheit, dass man, wenn man der aussage des artikels glaubt (gloria, die starke, wilde, entschlossene, selbst ist die frau), nur zu dem schluss kommen kann, dass gloria den text selbst verfasst hat. welch ein einblick! danke, park avenue!

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