aus einer rezension zu martin hecht: "wahre freunde", FAZ vom 28.7.2006, S. 41

Als merkenswerteste Erkenntnis bleibt uns diese: Wenn eine Freundschaft unter dem Zerren der sozialen Fliehkräfte auseinanderbricht, dann sind es oft nicht die geistigen Inhalte, die zur unüberbrückbaren Kluft werden. „Denn viel schlimmer als politische Meinungsverschiedenheiten in einer angegriffenen Freundschaft ist es, daß der Freund oder die Freundin neuerdings auf einmal nach jedem Satz ,Bingo!‘ oder ,Okidoki!‘ sagt. Es sind Brillengestelle, die Freundschaften vollends in die Enge treiben, Schuhmodelle, bestimmte Urlaubsziele, Freizeitgewohnheiten, neue Aftershave-Düfte oder Parfums – oder vielleicht auch, daß sie oder er seit neuestem alles mit Käse überbäckt und beim Italiener ,Pizza Hawai‘ bestellt.“

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