frankfurt V

mal wieder ein zwischenstand nach nunmehr sechs wochen:

unausgepackte kisten: 6

besichtigte sehenswürdigkeiten:

mit august habe ich an einer führung durch den frankfurter kaiserdom teilgenommen. zufällig betraten wir gerade zu beginn der führung die vorhalle des doms und haben uns nichtsahnend der führung (2 euro) angeschlossen. von dem etwas rumpelstilzigen führer wurden wir dann erstmal an ort und stelle eine gute halbe stunde über das heilige römische reich aufgeklärt (finanzer sei dank hatte ich da etwas vorwissen, sonst hätte es mich wohl gelangweilt), dann zeigte er uns im kreuzgang die grabbeigaben eines merowingischen adligen mädchens – leider waren diese gerade zur vorbereitung der goldene-bulle-ausstellung verliehen, was ihn nicht davon abhielt jedes teil detailliert zu erläutern. daran schloss sich die besichtigung einer skulpturengruppe in der turmhalle des doms an, bei der wir dann auch erfuhren, weshalb michelangelo im allgemeinen soch überschätzt wird.

nach einer knappen stunde schritten wir dann ins langhaus des domes dessen inneres der geheimniskrämer uns bisher zwar verbal ausgemalt aber doch vorenthalten hatte. nachdem sich der gute mann abgesichert hatte, dass wir noch etwas zeit hätten, schritt er fort uns aber auch jeden stein von „unserem haus“ nicht nur zu erklären, sondern auch zum ausgangspunkt girlandenhafter assoziationen zu machen, so dass wir bei ende der führung nach über 3 stunden dann auch über die deutsch-französische freundschaft, die vergänglichkeit in der heutigen zeit, den nordirlandkonflikt und die grundsätzlichen defizite der kunstgeschichte sowie der archäologie informiert waren.

genau eine woche später wollte ich dagmar etwas von diesem wissensschatz weitergeben und mit ihr gemeinsam vor allem noch einmal die fastenzeitlich zugeklappten gotischen schnitzaltäre besichtigen. jedoch brach, noch ehe wir den dom betreten konnten, direkt über uns im „haus am dom“, einem „die typologie der renaissance aufgreifenden“ neubau und geplantes vorbild zur neuerrichtung der frankfurter altstadt, ein feuer aus. immerhin hatten wir vorher noch die paulskirche, zumindest abgeschritten.

auf der suche nach sportlicher betätigung habe ich am dienstag das kieser-training im nordend aufgesucht. anfahrt mit der u5, eine echte straßenbahn. die gegend ist beschaulich und ruhig, könnte mit ihren sandsteinbrüstungen und -fensterlaibungen auch genausogut in freiburg sein. auf dem weg von der u-bahn zu kieser allein zwei antiquariate. trotz grösserer entfernung ist dieser betrieb für mich deutlich besser erreichbar, muss aber noch auf seine fahrradtauglichkeit hin getestet werden.

und was macht das referendariat?

ich war inzwischen an drei verhandlungstagen, habe vom grossen aufgebot mit vier anwälten ohne mandanten bis zum überfüllten termin mit vier zu tränen gerührten parteiangehörigen schon eine gewisse bandbreite erlebt. einen sachbericht geschrieben, sitze jetzt an einem urteilsentwurf.
die ag und jura intensiv laufen so vor sich hin. insgesamt widme ich mich noch zu wenig der nachbearbeitung, versuche mehr von termin zu termin das nötigste bzw. geforderte vorzubereiten.

ich bin daher froh, wenn ich endlich meine alte wohnung in hamburg losbin…


die renoviererei dort hat nun schon 2 wochenenden gefressen. auch wenn es schön war, viele freunde zu treffen und mal wieder bei mathilde zu sitzen merke ich doch wie mir hier in frankfurt diese zeit fehlt, meine wohnung hier halb unfertig, halb im neu eingebrachten chaos versinkend nach wochenendlicher pflege verlangt.

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