frankfurt II

so, jetzt bin ich also seit drei wochen in frankfurt, seit zwei wochen referendarin, davon gut 10 tage krank.
kleine bilanz?

frankfurter sehenswürdigkeiten:

gerichtsgebäude bei der konstablerwache. verwirrend und zu gross. zum teil sehr alt und schön (historismus), teils nachkriegs-alt und auch schön (stil: hamburgische staatsoper), teils neu und blöd. dazu jeweils die passenden wartemöbel auf den fluren. der architekt des neusten gebäudes war so schlau, den neubau nach keinem der angrenzenden gebäudeniveaus auszurichten. man kann dieses gebäude deshalb nur über erstaunlich provisorisch anmutende zwischentreppen betreten. wie sie das mit den aktenwagen machen habe ich noch nicht rausgefunden. angeblich findet zur fine art fair frankfurt ein kunstprojekt von sierra im gebäude des landgerichtes statt („the punished“). es soll sich um personen handeln, die dastehen und die wand anschauen. man könnte einwenden, dass es diese leute dort auch ohne kunstprojekt gibt. vermutlich wurden aber inzwischen schon so viele an die wand starrende beklagte, kläger oder gelangweilte anwälte gefragt, ob sie zu den „punished“ gehören, dass das projekt sich auf der beabsichtigten meta-ebene verwirklicht haben dürfte.

der türke und der inder.
hier kaufe ich ein. praktischerweise direkt gegenüber. nett, exotisch und preiswert.

leider gibt es hier keine frische milch, so dass ich doch immer wieder zum hessen-center fahren muss.

zahl der noch unausgepackten kisten: 9

mein schlaf-arbeitszimmer sieht schon sehr manierlich aus. seit ich gestern eine neue mini-stereoanlage gekauft habe, hört es sich auch so an. damit ist das lästige lautsprecherkabel quer durch den flur endlich weg, ich falle nicht mehr über die lautsprecherbox auf dem boden und kann die musik (endlich wieder!!) per fernbedienung vom bett aus steuern. die bananenpflanze wohnt auch hier. ein graus ist allerdings noch die „einrichtung“ der regale. was immer ich brauche ist nicht da, wonach ich greife nützt mir nichts. das soll sich jetzt aber (möglichst heute noch) ändern, schliesslich muss ich irgendwann auch mal anfangen, was zu arbeiten…meine erste akte wartet schon.

das wohn-wohnzimmer sieht weniger edel aus. immerhin habe ich inzwischen grosse teile des bodens von herumliegendem verpackungsmaterial und baustellenutensilien befreit. rudolfs blauer sessel macht sich gut. bücher- und cd-regale sind gefüllt, wenn auch chaotisch. die stereoanlage hat sich auf und unter dem klavier breitgemacht. das pantonmöbel dient als werkzeugständer. die sich stapelnden kartons zerstören momentan aber noch jeden anflug von gemütlichkeit, es fehlen immernoch die türen und der blau-roten teppich liegt als schlummerrolle zuverlässig im weg.

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